SPÖ Bauern

Hart arbeitende Bauern unterstützen anstatt Fabrikslandwirtschaften

Während viele agrarische InteressensvertreterInnen - angefangen beim für die Landwirtschaft zuständigen Minister Rupprechter - nicht müde werden zu betonen, dass derart unappetitliche Produkte keinesfalls auf unseren Tellern landen werden, rennen US-amerikanische und europäische Agrar(chemie)konzerne den VerhandlerInnen beiderseits des Atlantiks die Türen ein", befürchtet der SPÖ Bundes- und NÖ-Landesvorsitzende der SPÖ NÖ Bauern massive Verschlechterungen im Bereich der Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion.

„Wir wollen wettbewerbsfähige, landwirtschaftliche Betriebe statt Fabrikslandwirtschaften, bei denen nur der Profit, nicht aber die KonsumentInnen im Mittelpunkt stehen. Kleine und mittlere Landwirtschaftsbetriebe sind flexibler, stabiler und leistungsfähiger und für die Vitalität unserer ländlichen Räume wertvoller als industrielle Agrarstrukturen. Sie sind ein wichtiger Aktivposten in unserem Land", so SPÖ NÖ Landesgeschäftsführer Robert Laimer: „Die europäische Lebensmittel- und Agrochemieindustrie erhofft, mit TTIP endlich den Durchbruch im Bereich Gentechnik in der Landwirtschaft erreichen zu können. Was in den letzten Jahrzehnten in der EU nicht gelungen ist, soll durch den Druck der USA möglich werden. Gleiches gilt auch für Einschränkungen beim Pestizideinsatz, wie z.B. dem umstrittenen Verbot der bienengiftigen Neonicotinoide. Uns ist es wichtig, die hart arbeitenden Bauern und Bäuerinnen zu unterstützen, so dass sie auch in der Lage sind, qualitativ hochwertige Produkte herzustellen und deren Qualität auch in Zukunft für unsere Kinder sicherzustellen!"

„Als Niederösterreicher, die in der politischen Verantwortung gegenüber ihren BürgerInnen stehen, möchten wir keine Aufweichung unserer hohen Standards - weder im Sozial- oder Umweltbereich, noch bei der Lebensmittelqualität oder den Arbeitnehmerrechten. Gerade im Verbraucherschutz liegen Welten zwischen den USA und Europa. Diese dürfen nicht am Altar eines konzernkonformen Freihandels geopfert werden", so SPÖ NÖ Landesparteivorsitzender Mag. Matthias Stadler: „Am Ende des Tages wird sich zeigen, wer die Interessen der Bevölkerung, der KMU und EPU vertritt und hinter den hart arbeitenden Bauern steht oder wer die Konzerne unterstützt. Es ist an der Zeit, Farbe zu bekennen. Die Zeit ist reif, in Europa eine ‚Achse der Demokratie‘ zu bilden - denn es kann und darf nicht sein, dass Konzerne und ihre Lobbyisten ihre Interessen um jeden Preis durchsetzen, auch wenn das für Millionen von Menschen Verschlechterungen in vielen Bereichen bedeutet!"