SPÖ Bauern

„Müssen den Milchpreisverfall stoppen“

Der Bundesvorsitzende des SPÖ-Bauern, ÖKR Josef Etzenberger, plädiert angesichts des anhaltenden Tiefs bei den Milchpreisen für effiziente Maßnahmen, um die Abwärtsspirale aufzuhalten. „Unsere MilchbäuerInnen brauchen ein gerechtes und faires Einkommen. Faktum ist aber, dass eine kostendeckende Milchproduktion bei den derzeitigen Preisen für unsere MilchbäuerInnen nicht möglich ist. Es gilt daher, den Milchpreisverfall rasch zu stoppen“, sagte Etzenberger heute, Mittwoch. In Richtung Landwirtschaftsminister Rupprechter regt Etzenberger daher an, den Betrieben durch gezielte Mengenvorgaben einen fairen Richtpreis von mindestens 37 Cent pro Kilogramm zu garantieren. Für Matthias Friedrich, Bundesgeschäftsführer der SPÖ-Bauern, spielen auch die KonsumentInnen eine entscheidende Rolle: „Wer zu heimischer Milch greift, kann sich nicht nur darauf verlassen, dass er ein gentechnikfreies Produkt mit Spitzenqualität bekommt, sondern er leistet mit seiner Produktwahl auch einen wichtigen Beitrag zur Sicherung der heimischen Landwirtschaft“, betonte Friedrich gegenüber dem SPÖ-Pressedienst.

Die aktuellen Milchpreise seien für viele Betriebe kaum noch oder nicht mehr kostendeckend, sagte Etzenberger. „Das trifft insbesondere auch auf BergbäuerInnen zu, die kostbarste Milch produzieren, dies aber unter wesentlich härteren Bedingungen tun“, hob Etzenberger hervor. Klar sei, dass es Verbesserungen für unsere MilchbäuerInnen brauche, so Etzenberger, der hier auch an die Molkereigenossenschaften appelliert. „Der Grundgedanke von Genossenschaften war es immer, sich gemeinsam den Markterfordernissen zu stellen und so bessere und ehrlichere Preise zu erzielen. Ein gegenseitiges Ausspielen von Betrieben beim Einkauf darf es daher nicht geben“, unterstrich Etzenberger. Der SPÖ-Bundesvorsitzende machte außerdem klar, dass es Aufgabe der Funktionäre in den Genossenschaften sei, sich voll für die Interessen der bäuerlichen Familienbetriebe einzusetzen.

SPÖ-Bauern-Bundesgeschäftsführer Friedrich sprach sich weiters dafür aus, heimischer Milch gegenüber qualitativ minderwertiger Importware den Vorzug zu geben. „Unsere KonsumentInnen haben es sprichwörtlich in der Hand. Mit dem Griff zu heimischen Milchprodukten tragen sie enorm viel zur Unterstützung der heimischen BäuerInnen bei“, sagte Friedrich.