SPÖ Bauern

Niederösterreichs SPÖ-Bauern klar gegen TTIP

Am kommenden Sonntag, den 1. März, finden in Niederösterreich Landwirtschaftskammerwahlen statt.

Die Ausgangslage ist spannend: Die SPÖ Bauern sind bei der letzten Wahl 2010 mit 5,1 Prozent in die Landwirtschaftskammer eingezogen. „Wir wollen weiteres Terrain gewinnen und mit einem vielfältigen Angebot an die Bäuerinnen und Bauern, die sich vom VP-Bauernbund nicht mehr ausreichend vertreten fühlen, Stimmen dazu gewinnen", so der NÖ Landes- und Bundesvorsitzende der SPÖ Bauern, Josef Etzenberger.

Niederösterreichs SPÖ-Bauern stellen sich - als einzige - jedenfalls ganz klar gegen das Freihandelsabkommen TTIP. „Beim TTIP geht es nur um die Profitmaximierung der überdimensionalen Landwirtschaften und der Industrie. Unsere hohen Lebensmittelstandards und die Herkunftsbezeichnungen haben Österreich den Ruf eines „Feinkostladens" verschafft - wir sind dagegen, dass diese Normen und Standards aufs Spiel gesetzt werden. Die Folgen sind nicht abschätzbar: Hormone, chloriertes Geflügelfleisch, BSE, Rindertalg, Vermarktung von Nachkommen geklonter Tiere usw. - all das sind mögliche negative Folgen, die bis jetzt nicht ausreichend thematisiert worden sind", so Etzenberger.

Etzenberger: „Fabrikslandwirtschaften ähnlich jenen in den USA, wie sie mit dem Freihandelsabkommen TTIP vorprogrammiert wären, sind kein Vorbild. Amerikanische Nahrungsmittelproduzenten und deren Lobbyisten erhoffen sich von dem Abkommen eine Lockerung der EU-Regularien - und damit den Zugang zum europäischen Markt. In der EU ist es beispielsweise verboten, Rindern oder Schweinen Wachstumshormone zu verabreichen, geschlachtete Hühner mit Chlordioxid zu desinfizieren oder genverändertes Getreide anzubauen usw. - in den USA ist das übliche Praxis."

Das darf bei uns nicht passieren!!!