SPÖ Bauern

Rübengipfel

Sehr geehrter Herr Präsident der Rübenbauern NÖ!

Werte Funktioniere der LLK NÖ!

 

Gerne würde ich beim kommenden Rübengipfel als Landesvorsitzender der SPÖ Bäuerinnen und Bauern NÖ, als auch in Vertretung der Bundesebene teilnehmen.

 

Wenn ich dazu eingeladen werde!

 

Ich unterstütze den Rübenanbau seit mehreren Jahren sowohl in den Medien, bei Diskussionen (zB. Schweiggers) und natürlich auch in der SPÖ.

Ich habe im Bereich der Landwirtschaft (siehe Medienberichte) die Parteipolitik immer sehr niedrig gehalten, denn die Landwirtschaft braucht Zukunft und kein Profilieren sowohl in den Medien als auch in den einzelnen Diskussionen.

 

Über das Thema Rübenanbau in Niederösterreich gab und gibt es seit mehr als drei Jahren intensive Diskussionen und viele Gespräche mit wenig Erfolg (siehe Zeitungsberichte Bezirk Gänserndorf).

Übrig bleiben zuletzt die Rübenbauern im Marchfeld und alle involvierten Industriezweige.

 

Die Arbeitsplätze und der ländliche Raum im Marchfeld sowie in den angrenzenden Bezirken (Bruck, Mistelbach, Hollabrunn und Korneuburg).

Daher stellt sich folgende Frage: Wie konnte es soweit kommen, dass die Rübenanbauflächen im Einzugsgebiet der Zuckerrübenfabrik Leopoldsdorf weniger werden?

Die Antwort liegt eindeutig nicht daran, dass man den Rübenanbau in dieser Region nicht möchte, sondern weil für die Landwirte die wirtschaftliche Perspektive nicht immer gegeben ist.

 

.)  Mit dem Auslaufen der Zuckermarktordnung (EU-Regelung) ist es am Rübenmarkt zu einer gewaltigen Überproduktion in einigen EU-Ländern (z.B. Deutschland, Frankreich) gekommen und der Zuckerpreis für regionale Landwirtschaftsbetriebe, wie wir sie in Österreich haben wird dadurch überrollt.

.) Der Zuckerrübenpreis auf dem Weltmarkt, wo auch damit spekuliert wird und dadurch das Preisniveau unter die Räder kommt.  

.) Der Schädlingsdruck (Rübenrüssler) ist in dieser Region aufgrund der Böden stark und die Rübenbauern haben dafür nicht ausreichende Mittel (Werkzeuge) zur Verfügung, um den Schädlingsdruck bei starkem Befall und ungünstiger Witterung entgegen zu wirken.

.) Die Rübenanbauflächen in dieser Region, benötigen um ertragreich (wirtschaftlich) bewirtschaftet werden zu können, in den meisten Fällen eine Bewässerung die durch den Klimawandel sowie durch die Wasserkapazität in den Regionen nicht zu 100% sichergestellt ist.

 

Das sind einige Hauptgründe warum wir vor dieser Situation stehen.

 

Als Landesvorsitzender der SPÖ Bäuerinnen und Bauern NÖ versuche ich mich seit mehreren Jahren für Zuckerrübenanbau einzusetzen und sehe auch die Anstrengungen, welche die Rübenbauern, als auch die Zuckerindustrie auf sich nehmen, positiv.

Jedoch fehlen Rahmenbedingungen, wie zum Beispiel planbare Werkzeuge, die von der Politik vorgegeben werden sollten.

 

Maßnahmen für mehr Zuckerrübenanbauflächen und für die Zukunft der heimischen regionalen Zuckerrübe sind:

 

  1. In der neuen GAP Perioden den regionalen Zuckerrübenanbau steuerlich (z.B. bei den Produktionsfaktoren) mehr berücksichtigen.

 

  1. Im Bereich der Hagelversicherung, wo die Landwirtschaft nicht die erforderlichen planbaren Werkzeuge gegen Drahtwurm, Rübenrüssler, Mäuseverbiss, usw. hat.

Den geförderten Prozentsatz um weitere 5 % bis 10 % zu erhöhen, bis die erforderlichen Werkzeuge für die Landwirtschaft zur Verfügung stehen.

Damit hätten z.B. die Rübenbauern eine bessere wirtschaftliche Perspektive und würden sich für den Rübenanbau wieder mehr entscheiden.   

  1. Transparente Forschung im Bereich des Pflanzenschutzes und der Fraß Schädlinge.

Wer sollte da mit dabei sein:

  1. LLK, von jeder Partei ein Vertreter (Landtag, Landesvorsitzende der Bauernvertreter, Pflanzenschutzindustrie, NGOs, Bauern). Damit könnte man verbrannte Themen wieder sachlich und lösungsorientiert diskutieren.

 

  1. Der Ausbau des Marchfeldkanals beispielsweise für die Sicherstellung des benötigen Grundwasser für die Feldbewässerung wäre in Zeiten von Corona eine zielführende Maßnahme zur Ankurbelung der Wirtschaft und auch nachhaltig für die nächsten Generationen.

 

 

 

Unter dem Motto:

Menschen sollen für Menschen arbeiten und für die Zukunft unseres regionalen Zuckerrübenanbaus. Für den Erhalt von Arbeitsplätzen in den Regionen des ländlichen Raumes in dem wir leben, Arbeiten und zu Hause sind.    


Ernst Wagendristel

Landesvorsitzender SPÖ Bäuerinnen und Bauern

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