SPÖ Bauern

SPÖ Bauern Bezirk Tulln

 

SPÖ Bauern Bezirk Tulln: Bauern beobachten Lagerhaus Strategien kritisch

Am 03. September wurde in der Kirchberger Wagramhalle die Fusionierung des Lagerhaus Absdorf-Ziersdorf mit dem Lagerhaus Hollabrunn von den Genossenschaftsmitgliedern abgelehnt.

Wir können nur die Entscheidung der Genossenschaftsmitglieder respektieren, die Entscheidung ob eine Fusion Sinn macht oder nicht kann eben nur von *diesen* Mitgliedern getroffen werden, so die SPÖ Bauern des Bezirks Tulln.

Was die SPÖ Bauern aber sehr genau beobachten, sind eine scheinbar Zentralisierungsstrategie der RWA (Raiffeisen Ware Austria, die immerhin 97 Lagerhausgenossenschaften in Österreich repräsentiert)und die damit einhergehende weitere Ausdünnung der Nahversorgung unserer Bauernschaft.

Wir vermissen eine Kommunikation - Strategie und eine transparente Darstellung der Stärken und Schwächen des Filialnetzes gegenüber den Genossenschaftsmitgliedern, so Kammerrat der SPÖ Bauern Günther Franz.

Dem Vernehmen nach wurde versucht Druck auf die Mitglieder und deren Abstimmungsverhalten auszuüben, besonders der Hinweis von Genossenschaftsmitgliedern, dass auch während der offenen Abstimmungen fotografiert wurde macht sehr nachdenklich.

In Großriedenthal zum Beispiel wurden die Öffnungszeiten von 5 auf 2,5 Tage in der Woche reduziert, nachvollziehbare Argumente hierfür?

„Meine Befürchtungen sind hier, dass wie in anderen Bereichen der Wirtschaft zuerst die eine Sparte eingespart bzw. verlegt wird, dann die nächste Sparte und es sich zum Schluss aus wirtschaftlichen Gründen nicht mehr ausgehen kann diese Serviceleistung für die Landwirte in der Region aufrecht zu halten. Wäre es nicht die Strategie hier zu zentralisieren hätte man ja auch von Seiten der RWA (Raiffeisen Ware Austria)eine Bestandsgarantie für Großriedenthal abgeben können.

Einer modernen und weltoffenen Bauernschaft kann eben nicht diktiert werden, sondern muss auf Augenhöhe anhand von Argumenten gemeinsam gestaltet werden.

„Auch in anderen Lagerhaus Genossenschaften gibt es bereits vermehrt Gerüchte über die eine oder andere Anpassung der Produktpaletten in den diversen Lagerhäuser, so SPÖ Bauern Kammerrat Günther Franz aus Sitzenberg – Reidling. Ich hätte mir gewünscht, dass der neu gewählte Obmann der Bezirksbauernkammer Tulln, Matthias Holzer, der ja selbst aus Großriedenthal stammt, nicht gleich eine Reduktion der Serviceleistungen für die Landwirte der Region hinnehmen muss.

Die Stärke des Lagerhauses ist sein ausgebautes Filialnetz und die Breite der Produktpalette und Dienstleistungen.

Viele Kolleginnen und Kollegen aus der Bauernschaft kaufen im Lagerhaus aus Gründen der Regionalität und der kurzen Wege ein. Und das ist gut und richtig!